Historische Dimensionen
TSV Zeulenroda II - SZ Elstertal Langenberg II
6 - 2
Mit einer seit langem vermissten Energieleistung melden sich die Gastgeber eindrucksvoll an der Tabellenspitze zurück. Die Gäste, noch im Vorjahr nahezu unüberwindlich, wurden fast im Vorübergehen von den Brettern gefegt.
Den Reigen eröffnete mit L. Prütting der jüngste Spieler der Gastgeber mit einer wohldurchdachten Eröffnungsbehandlung bei der es ihm gelang den gegnerischen König im Zentrum festzuhalten und dessen Flucht in die Sicherheit mit seinem Läuferpaar zu unterbinden. Den daraus resultierenden vielfältigen Drohungen konnte letztlich nicht lang widerstanden werden. Es folgte eine Remis von M. Stieber infolge eines festgefahrenen Läuferendspieles. Danach ging es aber Schlag auf Schlag. Zunächst überzeugte M. Ziehm in einer sicher vorgetragenen Partie in deren Verlauf im ein Bauer zugelaufen war. Diesen setzte mit seinem Springer gegen den gegnerischen Läufer im Endspiel energisch durch. Kurz darauf warf H. Läßigers Gegner das Handtuch. Zwar hatte jener einen Mattangriff abwehren können, doch dies nicht nur um den Preis einer Qualität, sondern auch keinerlei Aussicht auf Gegenspiel. Es folgte eine muntere Lektion am Spitzenbrett von P. Prütting zum Thema Bauernfangen leicht gemacht. Mittels seines Freibauernpaares im Zentrum und kurzer Turmwendungen verhaftete er so die letzte Endspielhoffnung seines Gegenübers, der daraufhin entnervt aufgab. Einen vorläufigen Schlusspunkt setzte F. Ziehm mit einem durchschlagenden Mattangriff. Dabei spiegelte er massive Figurenumschichtungen zum Schutze seines Isolanis vor, um in realiter die entscheidende Bresche in die feindliche Rochadestellung hineinzuschlagen.
Es folgte noch eine etwas unglückliche Niederlage infolge eines Figureneinstellers. Den Schlusspunkt setzte dann M. Bombach mit einem versöhnlichem Remis, weil sich sein Gegner sicher hinter einer Turm-Läuferfestung verschanzen konnte.
Vier volle Punkte in Folge sind ein Novum in der Spielgeschichte der zweiten Mannschaft und gleichzeitig eine angenehme Erfahrung. Vor Allem vor dem Hintergrund, dass der Erfolg auch noch höher hätte ausfallen können, ist die Revanche für die Vorjahresniederlage eindrucksvoll gelungen. Zumindest die kommenden Aufgaben können sich die Gastgeber mit einem gesunden Maß an Selbstvertrauen stellen. Ach ja, aktuell liegen punktgleich fünf Mannschaften mit je vier Punkten an der Tabellenspitze, während die anderen fünf mit jeweils Null Punkten sich dahinter einreihen.

- M. Ziehm, F. Ziehm, W. Mielke und M. Bombach beim Erarbeiten von Vorteilen (v. hl nach v.r)
